Lebensfreude erwacht im Fluss des Urvertrauens

Im Fluss zu bleiben, ist für viele in diesen turbulenten Wochen wahrhaft ein kaiserliches Sein.
Die Welle des Urvertrauens möchte dich im November tragen. Steige auf dein Lebensfreude-Board und spüre, wie du bei all den Herausforderungen bei dir bleibst und dir Leichtigkeit schenkst.

Jeder von uns hat seinen eigenen »Kapazitätsspielraum«. Je nachdem, wie du in anspruchsvollen Zeiten dein Nervensystem und deinen Energiehaushalt managst, spürst du, ob du deine Kraft aufrechterhältst oder sie nach und nach verlierst.

Hier ruft der November zur Achtsamkeit auf und legt dir ein Wort ans Herz: Bedeutung.

Es geht darum, nichts mehr automatisch und aus alten Konditionierungen heraus zu tun. Wähle ganz bewusst, was dein Energieniveau oben hält, damit dein Geist, dein Körper und deine Seele auftanken können. Du gibst dem »Eigenen« Bedeutung.

Be-Deutung

In diesem Wort wohnt die Deutung.

Und deuten kannst du so oder so. Du hast also immer die Wahl: Was du denkst, wie du fühlst und wofür du dich entscheidest.

Bedeutung geben heißt, mit Bewusstheit in etwas zu stehen. Etwas bewusst zu tun. Oder etwas bewusst zu lassen.

Du entscheidest, was für dich bedeutungsvoll ist, und gehst dem beharrlich nach. Gerade im Nachgehen entsteht die Bedeutung.

Nähren statt zehren

Am 7. November beginnt im chinesischen Kalender der Winter. Die Kraft sinkt nach innen und sammelt sich in der Tiefe.

Wenn du also sagst, du willst zur Ruhe kommen, dann liegt die Bedeutung dieses Tages in der Ruhe.
Vielleicht ist es ein Nachmittagsschlaf. Von außen betrachtet wirkt er unwichtig. Für dich ist er bedeutungsvoll, wenn du dich bewusst dafür entscheidest und dafür sorgst, dass diese Zeit ganz dir gehört.

Dein Körper erholt sich. Dein Geist erholt sich. Deine Reserven füllen sich wieder auf.
Eine nährende Handlung.

Klarheit in deinem »Gewässer«

Der November führt dich tief in dein Zellwasser. Hier will sich noch mehr Reinheit ausbreiten, in deinen Gedanken und Gefühlen und auch in deiner Nahrung.

Was in dir gespeichert werden will, gelangt auf neue Weise in dein Bewusstsein. Bedeutungsvoll und dienend. Alles andere wirf raus aus deinem »inneren Haus«.

Dein Körper unterstützt dich dabei ganz besonders, vor allem, wenn du ihm liebevolle Bedeutung beimisst. Auf deine bewusste Anweisung hin ordnet er seine Speicher neu. Er lässt Altes abfließen und nimmt Nährendes auf.

Drehe das Zepter in eine neue Richtung. Je aufgeräumter und klarer dein »inneres Haus« ist, desto friedlicher wird es auch um dich herum.

Bedeutungsvolle Lockerheit

Dein Verstand darf sich immer wieder ausruhen. Mal nichts denken. Oder ganz locker denken: »Ach, das habe ich kurz angedacht. Mal sehen, wie es sich fügt.«

Lass die Gedanken mit den Wolken vorbeiziehen. So wird dein Kopf frei.

Und dein Körper? Er weiß ganz genau, was zu viel ist, was zu wenig ist und wo die Mitte liegt. Spür hinein und folge ihm.

Präsenz, Fokus und Bewusstheit helfen dir dabei.

Ruhe oder Bewegung?

Der November stellt dir immer wieder diese Frage: Was tut mir jetzt gut – Ruhe oder Bewegung?

Für manche stehen die Segel gerade still. Durchatmen, regenerieren, auftanken.

Bei anderen kommt Bewegung ins Leben, oft mit wunderbarer Unterstützung. Es entsteht eine neue Art von Struktur. Sie ist fließend, wie Wasserkristalle, die immer wieder eine neue Form annehmen.

Beides darf sein, im Wechsel. Unaufgeregt und stimmig. Und du bleibst an deinen Dingen dran.

Dein eigener Takt

Die üblichen Zeiten und Vorstellungen davon, wie etwas zu sein hat, verlieren an Bedeutung. Dafür gewinnt dein innerer Takt an Bedeutung. So verbindest du dich ganz mit deiner eigenen Quelle.

Selbst ein voller Tag schenkt dir kleine Freiräume. Die Mittagspause, ein kurzer Moment zwischendurch oder der Abend. Hier darfst du ihm folgen. Schließe für ein paar Minuten die Augen, wenn dein Körper danach verlangt. Iss, wenn du wirklich Hunger hast. Geh früher schlafen, wenn du müde bist.

So entsteht eine Art Zeitlosigkeit. Deine Gedanken dürfen frei fliegen. Vielleicht liegst du auf der Couch und tauchst in deine Visionen ein, in das Leben, das du dir erträumst. Auch das ist bedeutsam.

Für mich haben die folgenden Sätze aus dem Buch »Die Möwe Jonathan« von Richard Bach eine heilende Bedeutung:

»Überwinde den Raum und alles ist hier. Überwinde die Zeit und alles ist jetzt.«

Die Ordnung ist bereits angelegt

Ein chinesisches Weisheitsbild beschreibt diese Zeit: Ein junger Keim schiebt sich durch die Erde. Der Anfang braucht Kraft. Doch im scheinbaren Durcheinander ist die neue Ordnung schon angelegt.

Du darfst sie Schritt für Schritt entdecken und dir dabei helfen lassen. Gerade in den kleinen, wiederkehrenden Dingen findest du ihren Sinn und deine Freude daran.

Ob du etwas Unternehmerisches auf die Beine stellst oder einfach in den Himmel schaust: Alles darf bedeutsam sein. Wichtig ist, dass du präsent bist und weißt, was du tust. Und wenn du etwas lässt, weißt du auch, warum.

So stehst du in deiner Mitte. Im Hier und Jetzt.

Mit einem Lächeln

Ein weiteres Bild zeigt den Wind, der über das weite Land zieht. Er berührt alles und bleibt dabei leicht.

So darfst du dich im November betrachten. Mit etwas Abstand, neugierig und spielerisch. Sei offen für die Rhythmen, die in dir entstehen.

Manchmal braucht es dafür kaum Aktion. Breite deine Arme aus und lass dich ein Stück vom Wind tragen. Von der Lebensfreude und dem Urvertrauen.

Deine November-Kraft

  1. Gib dem »Eigenen« Bedeutung. Entscheide bewusst, was dich nährt, und bleib beharrlich dran.
  2. Schaffe Klarheit in deinem »inneren Haus«. Lass wegfließen, was ausgedient hat, und nimm auf, was dir in neuer Weise dient.
  3. Erlaube dir deinen eigenen Rhythmus. Vertrau deinem ersten intuitiven Impuls, ob er dich in die Ruhe oder in die Bewegung führt.

Welchen Dingen in deinem Leben möchtest du im November ganz bewusst Bedeutung schenken?

Von Herzen,
Nadja


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